Was können Eltern tun?

Lara und ihre Mutter sprechen lange √ľber die Cyber-Mobbing-Situation in Laras Klasse. Lara erz√§hlt auch, dass ihr die Sache Angst macht und sie am Ende nicht die Dumme sein will. Frau Fleming muss sich an einigen Stellen auf die Zunge bei√üen, um nichts Unbedachtes zu sagen. Lara l√§sst sich schlie√ülich √ľberzeugen, am kommenden Tag ihren Lieblingslehrer anzusprechen. Ihm kann sie vertrauen und er wird sich der Situation gewiss annehmen.

Zeigen Sie Offenheit und begleiten Sie Ihr Kind. Es ist gut, dass Ihr Z√∂gling schrittweise immer selbstst√§ndiger im Netz unterwegs ist. Manches, wie das erste eigene Smartphone oder ein eigener Account bei Skype, WhatsApp und Co., kann aber auch √ľberfordern. Gehen Sie deswegen die ersten Schritte gemeinsam. Wenn sich Ihr Kind das erste Mal in einem Sozialen Netzwerk anmeldet, tun Sie dies doch einfach gemeinsam und achten Sie dabei gleich darauf, dass es in seinem Profil m√∂glichst wenige Daten √ľber sich angibt.

Altersvorgaben in Sozialen Netzwerken und anderen Online-Angeboten sind sinnvoll, können aber problemlos von Ihrem Kind umgangen werden. Die Entscheidung, wie Sie bei Ihrem eigenen Nachwuchs vorgehen, kann Ihnen niemand abnehmen. Wichtig ist allerdings immer, dass Sie dieses Thema mit Ihrer Tochter beziehungsweise Ihrem Sohn offen besprechen.

Egal wann Online-Angebote wie WhatsApp, Facebook oder Instagram f√ľr Ihr Kind relevant werden: √úber Themen wie Datenschutz und Urheberrecht sollte fr√ľh genug gesprochen werden. Erkl√§ren Sie warum es wichtig ist, sich z. B. Gedanken zu machen, welche Angaben √ľber die eigene Person ins Internet geh√∂ren und welche nicht. Sprechen Sie keine Pauschalverbote aus. Nur wenn Ihr Nachwuchs Ihre Bedenken versteht, wird sie beziehungsweise er entsprechend handeln.

Besprechen Sie mit Ihrem Kind rechtliche Grundlagen. Auch wenn im Netz fast alles m√∂glich ist, ist nicht alles erlaubt. Das ‚ÄöRecht am eigenen Bild‚Äė und Urheberrecht sind dabei zwei zentrale Rechtsgrundlagen, die √§ltere Kinder und Jugendliche kennen sollten. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass Sie ihm nicht den Spa√ü an der Sache vermiesen wollen. Es ist verst√§ndlich, dass Jugendliche die M√∂glichkeiten des Internets in ihrer Bandbreite nutzen wollen. Darum ist es umso wichtiger, dass sie eine entsprechende Wissensgrundlage besitzen. Nur so k√∂nnen die jungen Nutzerinnen und Nutzer bewusst und reflektiert handeln.

Helfen Sie Ihrem Kind bei technischen Einstellungen. Privatsph√§re- und Konto-Einstellungen sowie Zugriffsrechte k√∂nnen Ihr Kind √ľberfordern. Sehen Sie deswegen gemeinsam die einzelnen Angebote an und treffen Sie Vorkehrungen. Die meisten M√§dchen und Jungen k√∂nnen die Notwendigkeit von zus√§tzlichen Einstellungen nachvollziehen. Unterst√ľtzung wird darum gerne angenommen. Da die Anbieter immer wieder Neuerungen einf√ľhren, ist es wichtig, dass Sie sich in regelm√§√üigen Abst√§nden mit Ihrem Kind zusammensetzen. Keinesfalls m√ľssen Sie Expertin oder Experte f√ľr derartige Einstellungen sein. Wenn Sie nicht weiter kommen, k√∂nnen Sie immer auch ihre Frage in Suchmaschinen eingeben. Egal um welche Frage es sich handelt ‚Äď Sie werden gewiss eine Reihe n√ľtzlicher und seri√∂ser Informationen finden!