Ist Cyber-Mobbing strafbar?

Cyber-Mobbing kann den Betroffenen gro├čes Leid zuf├╝gen. Doch oftmals ist es nicht n├Âtig, die Polizei einzuschalten. Meistens ist Cyber-Mobbing in Griff zu bekommen, indem es offen angesprochen und bearbeitet wird. Vertrauenspersonen k├Ânnen dabei Eltern, Gro├čeltern, ├Ąltere Geschwister, Lehrkr├Ąfte, Trainerinnen und Trainer des Sportvereins etc. sein. Oft ist es f├╝r die Betroffenen die gr├Â├čte H├╝rde, sich jemandem anzuvertrauen und so den ersten Schritt zu gehen. Um Kinder und Jugendliche wirksam gegen Cyber-Mobbing zu sch├╝tzen, kann die rechtliche Grundlage eine sinnvolle Orientierung geben. Es geht jedoch nicht darum, dass Heranwachsende unangemessen eingesch├╝chtert werden. Vielmehr ist es wichtig, deutlich zu machen, dass Cyber-Mobbing eine ernstzunehmende Angelegenheit ist. Deswegen sollten M├Ądchen und Jungen, die sich aktiv im Netz bewegen, die folgenden im Gesetz festgeschriebenen Punkte verinnerlichen:

  • Es ist im Internet nicht erlaubt, andere zu beleidigen und Tatsachen oder Behauptungen zu verbreiten, die deren W├╝rde verletzen.
  • Jeder Mensch hat ein ÔÇÜRecht am eigenen BildÔÇś. Das hei├čt, Abbildungen von anderen d├╝rfen nur ver├Âffentlicht werden, wenn die abgebildete Person einverstanden ist. Bei Minderj├Ąhrigen ist sogar die Einwilligung der Eltern notwendig. Es gibt zwar einige Ausnahmen, dennoch gilt als Faustregel: Erst fragen, dann hochladen!
  • Es ist eine strafbare Handlung, wenn Menschen ohne ihr Wissen beziehungsweise ohne ihr Einverst├Ąndnis an intimen Orten, wie z. B. in der Umkleidekabine, gefilmt oder fotografiert werden.
  • Menschen d├╝rfen nicht damit erpresst werden, dass dem├╝tigende Informationen oder Abbildungen ver├Âffentlicht werden. Ein solches Vorgehen ist eine strafbare N├Âtigung.
  • Heranwachsende sollten wissen, dass sie mit 14 Jahren strafm├╝ndig werden und ab diesem Zeitpunkt f├╝r Straftaten belangt werden.

Cyber-Mobbing ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine ernste Angelegenheit, die juristische Folgen haben kann.